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Impressum für die Facebook-Seite deines Unternehmens

Alejandro Rioja
Alejandro Rioja
6 Min. Lesezeit
TL;DR

Ein Impressum ist eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtangabe für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Facebook (heute Meta) hat seit 2015 ein Impressum-Feld auf Unternehmensseiten — bearbeitet wird es inzwischen über die Meta Business Suite oder die neue Seitenerfahrung.

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Kurz gesagt: Ein Impressum ist eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtangabe für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Facebook (heute Meta) hat seit 2015 ein Impressum-Feld auf Unternehmensseiten — bearbeitet wird es inzwischen über die Meta Business Suite oder die neue Seitenerfahrung.

Du hast deine Facebook-Unternehmensseite angelegt, alle Angaben ausgefüllt und sogar schon Inhalte vorbereitet.

Sehr gut — aber hast du auch ein Impressum hinterlegt?

Wenn du ein Unternehmen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz betreibst (oder Publikum dort ansprichst), ist ein Impressum keine Option, sondern gesetzliche Pflicht. Vor allem in Deutschland wird das aktiv durchgesetzt: Anwälte von Wettbewerbern verschicken routinemäßig Abmahnungen an Unternehmen, deren Seiten kein ordentliches Impressum haben.

Dieser Leitfaden erklärt, was ein Impressum ist, was hineingehört und wie du es 2026 genau in deine Facebook-Seite einträgst.

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Was „Impressum“ bedeutet

Impressum kommt aus dem Lateinischen und lässt sich sinngemäß mit „rechtlicher Hinweis“, „Anbieterkennzeichnung“ oder „Imprint“ übersetzen. In den deutschsprachigen Ländern — vor allem Deutschland (Telemediengesetz / TMG), Österreich und der Schweiz — sind Betreiber von Websites, Social-Media-Seiten und Online-Shops gesetzlich verpflichtet, ein Impressum zu veröffentlichen, das offenlegt, wer hinter dem Angebot steht.

Anders als eine allgemeine Über-uns-Seite hat ein Impressum konkret vorgeschriebene Pflichtangaben. Fehlende oder unvollständige Angaben können eine formale Abmahnung durch einen Wettbewerber oder einen Verbraucherverband auslösen, häufig verbunden mit einer Forderung nach Erstattung der Anwaltskosten. Das ist kein theoretisches Risiko: In Deutschland ist es ein gängiger Durchsetzungsmechanismus.

Englischsprachige Länder (USA, Großbritannien, Australien) kennen keine direkte Entsprechung, auch wenn in bestimmten Bereichen ähnliche Transparenzpflichten gelten können (politische Werbung, Finanzdienstleistungen und Ähnliches).

Warum Facebook das Impressum-Feld eingeführt hat

Als Facebook-Unternehmensseiten noch überwiegend über Facebook.com bearbeitet wurden, führte Meta 2015 ein eigenes Eingabefeld für das Impressum ein — genau deshalb, weil das deutsche Recht von Seitenbetreibern eines verlangt. Ohne dieses Feld quetschten deutsche Unternehmen ihre Rechtstexte entweder in den Info-Bereich oder riskierten einen Rechtsverstoß.

Das Impressum-Feld nimmt bis zu 2.000 Zeichen reinen Text auf — genug für einen vollständigen Rechtshinweis bei den meisten kleinen und mittleren Unternehmen.

Was in dein Impressum gehört

Die genauen Anforderungen unterscheiden sich je nach Land und Unternehmensform. Lass deinen konkreten Fall von einer zugelassenen Anwältin oder einem Anwalt prüfen — das hier ist keine Rechtsberatung. Ein typisches Impressum nach deutschem Recht enthält aber in der Regel:

  1. Vollständiger rechtlicher Name des Unternehmens oder des Einzelunternehmers
  2. Ladungsfähige Geschäftsanschrift (Straße, Ort, Postleitzahl, Land — Postfächer reichen nach deutschem Recht nicht aus)
  3. Kontaktdaten — mindestens eine E-Mail-Adresse; eine Telefonnummer ist dringend zu empfehlen
  4. Rechtsform (z. B. GmbH, UG, Einzelunternehmen, e. K.)
  5. Registergericht und Registernummer (Handelsregister), sofern vorhanden
  6. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (Umsatzsteuer-ID), wenn du Umsatzsteuer ausweist
  7. Name des Verantwortlichen (Verantwortlicher i. S. d. § 18 Abs. 2 MStV) für redaktionelle Inhalte
  8. Angaben zur Berufszulassung, wenn deine Branche das verlangt (Ärztinnen und Ärzte, Anwälte, Finanzberater und so weiter)

Halte den Text schlicht und sachlich. Verzichte auf Werbesprache — das ist ein rechtliches Dokument, kein Verkaufstext.

So fügst du 2026 das Impressum zu deiner Facebook-Seite hinzu

Meta hat die Seiteneinstellungen seit 2015 mehrfach umgebaut. Stand Anfang 2026 gibt es je nach Seitentyp zwei Hauptwege:

Variante 1: Neue Seitenerfahrung (die meisten Seiten)

Meta hat die meisten Unternehmensseiten auf die neue Seitenerfahrung migriert. Hier findest du das Impressum-Feld:

  1. Öffne deine Seite auf Facebook.com.
  2. Klicke auf Seiteninfos bearbeiten (unter dem Titelbild deiner Seite oder über das Drei-Punkte-Menü).
  3. Scrolle nach unten zum Feld Impressum. Es erscheint unterhalb des allgemeinen Info-Bereichs.
  4. Füge deinen Impressumstext ein (bis zu 2.000 Zeichen) und speichere.

Variante 2: Meta Business Suite

Wenn du deine Seite über business.facebook.com verwaltest:

  1. Öffne die Business Suite und wähle deine Seite aus.
  2. Geh zu EinstellungenSeiteninfos (oder Unternehmensinfos, je nach Kontostruktur).
  3. Such den Bereich Impressum und trag deinen Text ein.

Hinweis: Metas Menübezeichnungen ändern sich mit jedem Produkt-Update. Wenn du das Feld über die Schritte oben nicht findest, such in den Einstellungen der Business Suite nach „Impressum“ oder prüf die aktuelle Dokumentation im Hilfebereich von Meta für den neuesten Pfad.

Wie das Feld aussieht

Einmal gespeichert, ist das Impressum für Besucher der Seite im Reiter Info sichtbar — nicht in der Chronik. Wer gezielt danach sucht, findet es; prominent platziert ist es nicht.

Impressum-Generatoren nutzen

Wenn dir die deutschen Impressumspflichten nicht vertraut sind: Es gibt mehrere Generatoren, die dir eine Reihe von Fragen stellen und daraus einen rechtskonformen Text erzeugen. Such nach „Impressum Generator“ — Angebote deutscher Rechtsverlage und Kanzleien werden häufig empfohlen. Lass das Ergebnis vor der Veröffentlichung immer von einem Anwalt in deiner Jurisdiktion prüfen, besonders wenn dein Geschäft regulierte Tätigkeiten umfasst.

Brauchst du eines, wenn du nicht in Deutschland sitzt?

Wenn deine Facebook-Seite ein deutsches, österreichisches oder Schweizer Publikum anspricht — selbst wenn dein Unternehmen anderswo eingetragen ist —, gehen manche juristischen Auslegungen davon aus, dass du trotzdem ein Impressum brauchst. Das ist eine Grauzone und hängt von der Art deines Geschäfts ab. Im Zweifel: lieber eines hinterlegen. Ein Impressum kostet praktisch nichts; eine deutsche Abmahnung schon.

Wenn es in deinem Land keine Impressumspflicht gibt, ist es trotzdem gute Praxis, klare Kontakt- und Betreiberangaben auf deiner Seite zu veröffentlichen — das schafft Vertrauen und senkt die Hürde für potenzielle Kundschaft.

Facebook-Impressum — FAQ 2026

Gibt es das Impressum-Feld auf Facebook-Seiten 2026 noch?

Ja. Meta hat das Impressum-Feld durch alle Neugestaltungen der Seiten hinweg beibehalten. Nur der Ort hat sich verschoben — du findest es jetzt im Editor der neuen Seitenerfahrung oder in den Einstellungen der Meta Business Suite —, aber das Feld selbst existiert weiterhin und nimmt bis zu 2.000 Zeichen auf.

Was passiert, wenn ich kein Impressum auf meiner deutschen Facebook-Seite hinterlege?

Nach deutschem Recht (Telemediengesetz / TMG und angrenzende Vorschriften) setzt du dich mit einem Online-Auftritt ohne rechtskonformes Impressum formalen Abmahnungen durch Wettbewerber oder Verbraucherschutzorganisationen aus. Solche Abmahnungen enthalten meist eine Forderung nach Erstattung der Rechtskosten und können teuer werden, selbst wenn du schnell nachbesserst. Frag im Zweifelsfall einen deutschen Anwalt.

Kann ich denselben Impressumstext für Website und Facebook-Seite verwenden?

In der Regel ja — die Pflichtangaben sind dieselben. Du kannst das Impressum von deiner Website kopieren und in das Facebook-Feld einfügen. Achte nur darauf, dass der Text keine Formatierungen enthält (Überschriften, Aufzählungspunkte), die das reine Textfeld bei Facebook nicht korrekt darstellen würde.

Ändert Meta Verified etwas an der Impressumspflicht?

Nein. Meta Verified (das kostenpflichtige Abo für das blaue Häkchen) ist ein eigenständiges Produkt und hat mit der rechtlichen Impressumspflicht nichts zu tun. Das Impressum ist eine gesetzliche Verpflichtung nach nationalem Recht; die Verifizierung ist eine Plattformfunktion. Du brauchst beides unabhängig voneinander.

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Dieser Leitfaden ist Teil von alejandrorioja.com — geschrieben von Alejandro Rioja, der inzwischen KI-Agentensysteme für Gründer baut. Einschließlich des Agenten, der diese Seite aktuell hält. So funktioniert es →

Was sich 2026 geändert hat

Seit der ersten Fassung dieses Beitrags hat sich einiges verschoben. Meta hat 2024 den alten Verifizierungsweg für Seiten eingestellt und ihn in Meta Verified überführt (14,99–19,99 USD pro Monat, je nach Stufe und Land) — das blaue Häkchen ist jetzt ein Abo, keine einmalige Prüfung mehr. Die Abläufe für Freundschaftsanfragen funktionieren weiterhin wie beschrieben, auch wenn Meta die Sammel-Abbrechen-Oberfläche tiefer in die mobilen Einstellungen verschoben hat; die Desktop-Route m.facebook.com/friends/center/requests/outgoing funktioniert weiterhin (Stichprobe 2026-04).

Wissenswert für 2026: ~3,07 Mrd. monatlich aktive Facebook-Nutzer (Meta, Quartalszahlen Q4 2025), doch der Anteil der Verweildauer im Verhältnis zu Reels und WhatsApp sinkt weiter. Wenn dieser Beitrag Teil einer Outreach-Strategie ist, gewichte WhatsApp und Threads entsprechend (ja — Threads hat die Spekulationen um den Kurswechsel 2024 überlebt und 200 Mio. monatlich aktive Nutzer überschritten).

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